„Stadtradeln“ im Landkreis Stade – im September heißt es „in die Pedalen treten!“

Pressemitteilung vom 14.07.2020

Landkreis Stade. Vom 4. bis 24. September gilt es, möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen – sei es auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit.  Beim STADTRADELN können alle gemeinsam mitmachen, die im Landkreis Stade wohnen, arbeiten, eine (Hoch)-Schule besuchen oder einem Verein angehören.

Anmelden kann man sich unter www.STADTRADELN.de/landkreis-stade. Einfach den Landkreis Stade oder die eigene Heimatgemeinde auswählen und sich einem bestehenden Team anschließen oder selbst eines gründen.

„Der Wettbewerb STADTRADELN im Landkreis Stade ist ein guter Anlass, das Fahrrad im Alltag wieder öfter zu nutzen. Das Radeln an der frischen Luft bringt Spaß, stärkt die Gesundheit, Fitness und Abwehrkräfte. Das ist in der aktuellen Corona-Pandemie ein wichtiger Aspekt.“, so Landrat Michael Roesberg.  „Immer mehr Menschen steigen vom Auto auf das Fahrrad um. Wer die Wege zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen regelmäßig mit dem Rad zurücklegt, trägt aktiv zur Luftreinhaltung und CO2-Vermeidung im Verkehr bei.“
Viele Radler schätzen die Entschleunigung ihres Alltags, die Bewegung an der frischen Luft und selbst für die Umwelt und den Klimaschutz aktiv zu sein. Mitmachen kann jeder, ob es der Weg zum Brötchenholen ist, ob es mit dem Rad zur Arbeit geht oder Touren am Wochenende oder im Urlaub auf dem Plan stehen.Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der STADTRADELN-Kommunen unterstützen die Kampagne genauso wie der Landrat Michael Roesberg.

„Die Hansestadt Stade setzt sich für die Verbesserung des Alltagsradverkehrs und der Radinfrastruktur ein. Im vergangenen Jahr haben die Staderinnen und Stader rund 120.000 Kilometer beim STADTRADELN zurückgelegt. Damit sind sie symbolisch dreimal um die Erde gefahren und haben 17 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden. Sie haben damit sehr deutlich gezeigt, wie jeder seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und welche positiven Effekte unser aller Mobilitätsverhalten durch Radfahren hat“, so Bürgermeister Sönke Hartlef.

Für die fahrradfreundliche Hansestadt Buxtehude ist das STADTRADELN auch ein willkommener Baustein zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, immer mehr Unternehmen, Schulen und die Hochschule 21 machen mit. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt wünscht sich auch Radschnellwege und eine gemeindeübergreifende Ragwege-Planung mit dem Kreis und der Metropolregion Hamburg.

Die Samtgemeinde Harsefeld hat mit der über die Bahngleise führenden Fahrradbrücke den Radverkehr in Harsefeld attraktiver gemacht. Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann erklärt, dass es auch ein Ziel sein sollte, Alltagsautomatismen zu ändern: „Automatisch aufs Rad“ statt „automatisch ins Auto“ in den Alltag zu integrieren, wäre schon ein großer Schritt.

Als Newcomer ist die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten dabei. Auch hier sind Schulen, Unternehmen, Verwaltung und Politik aufgefordert, in die Pedale zu treten. Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke ist es wichtig, noch mehr Menschen zum Umsteigen auf das Rad zu bewegen, gerne auch mit dieser Kampagne.

In der Samtgemeinde Nordkehdingen bieten sich schöne Radtouren in einer reizvollen Naturlandschaft am Elbstrom an. „Auch im ländlichen Bereich können viele Kurzstrecken per Fahrrad zurückgelegt werden“, findet Samtgemeinde-Bürgermeisterin Erika Hatecke, die selbst sehr viel Rad fährt und die STADTRADELN-Kampagne mit Begeisterung unterstützt.

In der Samtgemeinde Apensen wird mittlerweile mehr Straßenraum von Radfahrern genutzt und es sind mehr Menschen mit dem Rad unterwegs. Für Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock ist das STADTRADELN eine schöne Möglichkeit, gleichzeitig für den Klimaschutz und für die Gesundheit aktiv zu sein.

Die Ausflugsziele in der Samtgemeinde Fredenbeck sind besonders gut für Fahrradfreunde erreichbar und liegen in reizvoller Natur. Das bietet schöne Möglichkeiten für viele Radtouren im September, findet Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann.

In der Gemeinde Drochtersen zeigt sich, dass Menschen in der letzten Zeit klimabewusster sind, das Carsharing-Modell in der Gemeinde Drochtersen nutzen und öfter mit dem Rad fahren. Bürgermeister Mike Eckhoff wünscht sich, dass alle Kommunen im Verbund ein Zeichen setzen für fahrradfreundliche Gemeinden und Städte.

Die Gemeinde Jork, die Samtgemeinde Lühe und die Samtgemeinde Horneburg nehmen im Verbund bereits zum vierten Mal am STADTRADELN-Wettbewerb teil. Die Bürgermeister Matthias Riel, Michael Gosch und Matthias Herwede freuen sich, dass diese Gemeinschaftsaktion stattfindet und wünschen sich, dass dadurch die Vernetzung der Verkehre mit dem Rad, des ÖPNV und dem Car-Sharing weiterentwickelt wird.

Einig waren sich die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und der Landrat, dass STADTRADELN gerade im Hinblick auf die Luftreinhaltung in den Städten und Gemeinden das richtige Zeichen setzt. Zu den Verkehrskonzepten der Zukunft gehört eine vernetzte Fortbewegung mit Rad, Bus und Bahn und Sharing-Modellen an Verkehrsknotenpunkten und eine Infrastruktur auch mit Radschnellwegen und sicheren Radabstellanlagen.

Beim Wettbewerb STADTRADELN-Wettbewerb geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, radelnde Mitglieder der kommunalen Parlamente, tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zu Klimaschutz, Umwelt und Gesundheit zu leisten. Für „Nicht-Alltagsradler/-innen“ bietet das STADTRADELN die Chance, im Wettbewerb die eigene Kommune aus der Radler-Perspektive zu erleben und die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu entdecken.

Mitmachen ist ganz einfach:

  1. Registrieren Sie sich unter STADTRADELN.de/landkreis-stade, entweder den Landkreis Stade oder die eigene Kommune auswählen.
  2. Gründen Sie ein Team oder melden Sie sich bei einem bestehenden Team an.
  3. Lassen Sie Ihr Auto stehen, steigen stattdessen aufs Fahrrad und sammeln Kilometer.
  4. Die per Fahrrad zurückgelegten Kilometer der Teilnehmenden können über die STADTRADELN-APP mit GPS-Erfassung oder durch eine Online-Eingabe auf der STADTRADELN-Homepage erfasst werden. Auch Menschen ohne Internetzugang können mitradeln. Die Teamleiter können für sie das STADTRADELN-Formular als analoges Radelprotokoll herunterladen und es ihnen für die händischen Eintragungen geben. Nach den erfolgten Eintragungen erhalten die Teamleiter die Formulare zurück und nehmen die digitalen Eingaben auf STADTRADELN.de vor.
  5. Nach den drei Aktionswochen werden in einer kreisweiten Prämierung die aktivste Radlerin oder der aktivste Radler, das radelaktivste Team und die fahrradaktivste Schule geehrt und ausgezeichnet. Das bietet einen zusätzlichen Anreiz, lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto zur Arbeit bzw. Schule zu fahren.

Durch den nationalen Wettbewerb um den Titel der fahrradaktivsten Kommune Deutschlands werden klima- und umweltschonende Aspekte mit einem spielerischen Wettbewerb verbunden. Die Auswertung der erfassten geradelten Kilometer soll das bundesweit fahrradaktivste Kommunalparlament, die fahrradaktivste Kommune mit den meisten absoluten Kilometern und relativen Kilometern finden.

Für Fragen oder Anmeldungen steht Ihnen die Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Stade Birgit Weißenborn zur Verfügung. Für weitere Infos zur Kampagne können Sie die Internetseite www.landkreis-stade.de/STADTRADELN besuchen. Dort steht Ihnen der STADTRADELN-Flyer zum Herunterladen zur Verfügung und Sie auch die Ansprechpartner/-innen zum STADTRADELN Ihrer Kommune im Landkreis Stade.

Flyer Stadtradeln 2020
Poster A3 Stadtradeln 2020

Lastenrad Verleih im Stader Baumarkt

Foto: © Pedalpower

Wer schon immer einmal ein elektrisches Lastenrad ausprobieren wollte, hat hierzu seit kurzem im Stader Toom Baumarkt die Möglichkeit:

„Wir freuen uns mit dem Lastenrad eine bequeme und ökologische Alternative zum Auto zu bieten. Mit elektrischem Rückenwind lässt sich das Pedelec auch beladen ohne große Anstrengung fahren. Das Elektro-Fahrrad mit der Transportbox zwischen den Fronträdern bietet Stauraum für Einkäufe bis zu 100 Kilogramm. Reservieren können sich die Baumarktbesucher den praktischen Transporter direkt im Markt oder auch telefonisch. Ausgestattet mit flexibel verstellbarem Fahrradhelm, Warnweste und Fahrradschloss lassen sich unhandliche Produkte mit dem Vehikel sicher und bequem transportieren.
Die Lastenräder gibt es derzeit in Stade-Schölisch, Berlin-Friedrichshain, Leipzig-Plagwitz, München-Haidhausen und Radolfzell.“ (Toom-Baumarkt, 2020)

Weitere Infos zur Aktion unter https://toom.de/m/stade-schoelisch/

 

 

 

 

 

Solarberatung im Landkreis Stade startet wieder

Pressemitteilung der Klimawerkstatt

Solarberatung im Landkreis Stade startet wieder

Interesse an Solarstrom weiter hoch

Stade, 18.05.2020: Ab sofort können sich die Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Thema Solarenergie beraten lassen. Ermöglicht wird das durch eine bewährte Kooperation der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Bereits im vergangenen Jahr stieß der „Solar-Check“ auf große Nachfrage: mehr als 100 Beratungen konnten im Landkreis durchgeführt worden.
„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.

„Berater und Hauseigentümer müssen sich beim Vor-Ort-Termin an die Abstands- und Hygieneregeln halten,“ betont Merkel. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch können bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.
„Wir möchten unseren Hauseigentümern diese umfangreiche Beratung nahebringen“, erläutert Nicole Steffen von der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“

Die Beratung erfolgt hersteller-, produkt und –gewerkeneutral. Sie hat einen Wert von 285 Euro. Der Eigenanteil für die Hauseigentümer in Höhe von 30 Euro wird von der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. übernommen. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Interesse an Solarstrom wächst bei Hauseigentümern

Vor allem die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach hat es den Hauseigentümern angetan. Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu 10-12 Cent pro kWh, das ist deutlich günstiger als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Es lohnt sich also möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Durch die Ersparnis von 18 bis 20 Cent pro kWh gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten innerhalb von zehn bis 20 Jahren. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer derzeit ca. 9 Cent pro kWh.

2019 Zuwachs auf den Dächern

Unter diesen positiven Voraussetzungen wurden 2019 deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. Nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen wurden im Landkreis Stade im vergangenen Jahr rund 8,5 MW Leistung neu installiert. Insgesamt verfügt der Landkreis derzeit über rund 87 MW installierter Leistung an Solarstrom.
Anmeldungen für den Solar-Check nimmt die Verbraucherzentrale Niedersachsen telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800-809802400 oder per Mail an info@klimawerkstatt-stade.de entgegen.

Ein Gemeinschaftsprojekt von:

STADTRADELN 2020

STADTRADELN-Star 2020 gesucht!

Die Klimaschutzregion „Altes Land & Horneburg“ sucht einen STADTRADELN-STAR im Rahmen der diesjährigen STADTRADELN Aktion im Landkreis Stade vom 4.09. bis 24.09.2020.
Bereits im letzten Jahr fand die Klimaschutzregion in der Gleichstellungsbeauftragten der Samtgemeinde Lühe, Britta Courtault, eine Teilnehmerin, die bereit war, als STADTRADELN-Star 21 Tage lang alle Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und demonstrativ kein Auto zu nutzen. Wir freuen uns, wenn wir auch in diesem Jahr wieder eine aktive Radlerin oder Radler dafür gewinnen können. Gesucht wird jemand, der oder die zeigen möchte, wie viele Vorteile das Radfahren im alltäglichen Leben hat, wie viel Spaß es machen kann, wie gesund es ist, wieviel Zeit, Stress und Geld es im Vergleich zum Auto spart und so vor allem einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Voraussetzungen und Bedingungen sind u.a.:

  • Wohnsitz und/oder Arbeitsplatz in der Samtgemeinde Horneburg, Samtgemeinde Lühe, oder Gemeinde Jork
  • Während der gesamten 21 Tage darf kein Auto von innen gesehen werden, auch Mitfahrgelegenheiten gelten nicht (ÖPNV/Zugfahrten sind erlaubt)
  • Kurzes Statement über die eigene Motivation incl. Foto auf der Kommunen-Unterseite der Kampagnenwebseite stadtradeln.de
  • Mindestens am Ende jeder STADTRADELN-Woche ein persönlicher Bericht über die Erfahrungen als neue/r Alltagsradler/in im STADTRADELN-Blog
  • Eintragung der STADTRADELN-Kilometer für jede einzelne Woche
  • Bei der Auftaktveranstaltung am 04.09. in Stade geben die STADTRADELN-Stars öffentlich ihren Autoschlüssel an den Landrat bzw. Bürgermeister ab
  • und werden während der 21 Tage von lokalen und/oder überregionalen Medienpartnern begleitet.

Natürlich gibt es auch eine Motivationsspritze:
Alle STADTRADELN-Stars, die sämtliche Verpflichtungen eingehalten haben, erhalten  nach dem Kampagnenende eine wasserdichte Fahrradtasche im
STADTRADELN-Design von ORTLIEB. Darüber hinaus werden unter allen erfolgreichen STADTRADELN-Stars hochwertige Preise rund ums Thema Fahrrad verlost.
Weitere Infos zu den Bedingungen und Voraussetzungen finden sich unter www.stadtradeln.de/star/

Bewerbungen bitte bis zum 28.02. per E-Mail an Phoebe Schütz, Klimaschutzmanagerin „Altes Land & Horneburg, info@klimaschutz-altesland-horneburg.de

„Energiesparen macht Schule“ in der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg

Jork, den 21.01.2020

Treffen der Energiebeauftragten

Das erfolgreiche interkommunale Projekt „Energiesparen macht Schule“ läuft weiter. Zu Jahresbeginn trafen sich jetzt Energiebeauftragte und Schulleitungen der Samtgemeinden Horneburg und Lühe und der Gemeinde Jork in der Alten Wache Jork zu einem Erfahrungsaustausch. Moderiert wurde das Treffen von den Projektbegleitern des e&u energiebüros Bielefeld und 50/50 concept Hamburg. Koordiniert wird das Projekt gemeindeübergreifend von der Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz.

Themen des Treffens waren u.a. die Verwendung der Einsparprämien des ersten Projektjahres und aktuelle Unterstützungsangebote. So können die Schulen weiterhin auf Messgeräte, CO2-Ampeln und Lüftungsmodelle für die Arbeit in Schüler-AGs und Unterstützung bei Aktionen wie z.B. Projekttagen zurückgreifen. Regelmäßige Energietipps dienen als Impulse für die pädagogische Arbeit.

Bei dem Treffen hatten die Schulleitungen und Lehrer*innen die Möglichkeit, ihre Fragen zur Nutzung der Energie-Datenbank und zum weiteren Vorgehen im Projekt zu klären.

Eine Workshop-Phase in Kleingruppen diente dazu, selbst aktiv zu werden und die Energie- und Wasserverbräuche der eigenen Schule anschaulich darzustellen und zu vergleichen. Typische Kurvenverläufe wurden besprochen und Auffälligkeiten diskutiert sowie Anregungen für die Arbeit mit Schüler*innen gegeben.

Die bestehenden Energie- und Klima-AGs laufen weiter bzw. ihre Wiederaufnahme ist in Planung.
Auch Energiedienste sind in vielen Schulen fest etabliert. So ist sichergestellt, dass im Schulalltag
auf Lichtausschalten, Stand-by-Vermeidung und richtiges Lüften geachtet wird.

In allen anwesenden Grundschulen sind für das Frühjahr wieder Aktionen „Autofrei zur Schule“ geplant. Über mehrere Wochen sind Schüler*innen und Erwachsene aufgefordert, zu Fuß oder mit ÖPNV zur Schule zu kommen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Schüler*innen erhalten kleine Belohnungen, wenn Sie sich aktiv daran beteiligen und der gemeinsame Erfolg wird für alle präsentiert.

Im Erfahrungsaustausch ergaben sich auch gemeinsame Fragestellungen und Interessen. So planen beispielsweise mehrere Schulen, das Angebot der „Klimawerkstatt Stade“ einer interaktiven und multimedialen Lerntheater Aufführung zu buchen. In zwei Grundschulen ist der Bau eines funktionstüchtigen Windrads geplant.

In den nächsten Wochen sind in allen Schulen Gebäudebegehungen geplant, um weitere Einsparpotenziale durch Nutzerverhalten zu erschließen und die Hausmeister vor Ort zur Anlageneinstellung zu beraten.

Weitere Infos zum Projekt gibt’s hier.

 

Projektkoordination:
Phoebe Schütz
Klimaschutzmanagerin Altes Land und Horneburg
Tel.: 04163/807949

Projektbetreuung:
e&u energiebüro gmbh                                  fifty/fifty concept
Tel.: 0521 173144                                          Tel.: 040 60096919
www.eundu-online.de                                     www.fiftyfifty-concept.de

Projekt „Energiesparen macht Schule“ in der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg 2019

Schüler (Klimadetektive) der Klasse 4 und die Energiebeauftrage der GS Jork Frau Reetz berichten über die Aktionen (u.a. eine FridaysForFuture Klimaschutz Demo) an der Schule, die sie im Rahmen des Projekts „Energiesparen macht Schule“ und für den Klimaschutz in der Schule bereits umgesetzt haben.

Horneburg, den 28.11.2019.

Klimaschutz durch energiesparendes Nutzerverhalten: Mit diesem Ansatz startete im
Sommer 2018 in 11 Schulen (13 Schulstandorten) der Klimaschutzregion Altes Land &
Horneburg das Projekt „Energiesparen macht Schule“. In dem auf 4 Jahre angelegten
Projekt haben sich die Schulen der Samtgemeinde Horneburg, der Samtgemeinde Lühe und
der Gemeinde Jork zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen zu senken. Erreicht werden soll
dies u.a. durch einen bewussten Umgang mit Energie und Wasser im Schulalltag,
Behandlung der Themen Energie und Klima im Unterricht und Beratung der Hausmeister.
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen
Klimaschutzinitiative.

Mit der Durchführung des Projekts ist die e&u energiebüro gmbh mit Sitz in Bielefeld
beauftragt, die das Projekt in Kooperation mit fifty/fifty-concept in Hamburg betreut.
Koordiniert und begleitet wird die Aktion von der Klimaschutzmanagerin der
Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg.

Ergebnisse des 1. Projektjahrs

Das Projekt ist im ersten Jahr erfolgreich angelaufen. Der Heizenergieverbrauch sank im
Schuljahr 2018 / 2019 witterungsbereinigt im Vergleich zu den Vorjahren um 4,74 %. Der
Stromverbrauch ging um 9,95 % zurück. Das ist für das erste Jahr ein sehr gutes Ergebnis,
wenn man bedenkt, dass das Einsparpotenzial durch Nutzerverhalten bei 5 bis 15 % liegt.
Der Wasserverbrauch ist in der Summe konstant geblieben.

An allen Schulstandorten konnten Einsparungen erzielt werden. Insgesamt lag die
Kosteneinsparung bei 18.220,18 €. Hiervon wird die Hälfte als Motivationsprämien an die
Schulen ausgeschüttet, wobei 50 % dieser Ausschüttung an den Nachweis pädagogischer
Aktivitäten gekoppelt ist. Insgesamt stehen den Schulen nach dem ersten Projektjahr damit
8.654,59 € als Belohnung für ihr Engagement zur Verfügung.

Auch die Entwicklung der CO2-Emissionen ist erfreulich. Es konnte ein Rückgang um 67,85
Tonnen pro Jahr bzw. 6,21 % gegenüber der Zeit vor Projektbeginn erreicht werden.

Projektbegleitung im Schuljahr 2018 / 2019

Prämierungsveranstaltung „Energiesparen macht Schule“ der Klimaschutzregion „Altes Land und Horneburg“ am 28.11.2019 im Rathaus Horneburg. Foto: Vasel/TAGEBLATT

Zu Beginn des Projekts fand eine Auftaktveranstaltung statt. Die Projektbegleiter führten
anschließend Gespräche zur Projektvorstellung in allen Schulen. Daran nahmen jeweils die
Schulleitungen, energiebeauftragten Lehrer*innen und Hausmeister teil. Weitere Besuche
dienten zur Besprechung des aktuellen Projektverlaufs sowie zur Erläuterung der
Energiedatenbank.

In allen Schulen wurde eine monatliche Verbrauchserfassung aufgebaut. Als Basis dient das
von fifty/fifty-concept entwickelte Energiemanagementprogramm, das speziell für
Schulprojekte entwickelt wurde. Hier können die Hausmeister online die monatlichen
Zählerstände eintragen und erhalten unmittelbar das aktuelle Einsparergebnis. Zudem
Klimaschutz Altes Land und Horneburg | Lange Str. 47/49 | 21640 Horneburg | 04163 8079-49
info@klimaschutz-altesland-horneburg.de | www.klimaschutz-altesland-horneburg.de
tragen die energiebeauftragten Lehrer*innen die Aktivitäten in der Schule ein, so dass diese
dauerhaft dokumentiert sind.

Die Energiebeauftragten der Lehrerkollegien werden regelmäßig zu Seminaren und
Austauschtreffen eingeladen. Am Anfang standen Grundlagen wie der Einsatz von Energie
in der Schule und Einsparmöglichkeiten durch Nutzerverhalten im Fokus. Bei einem Treffen
im Frühjahr 2019 wurden u.a. der Umgang mit der Datenbank, Ergebnisse und
Schlussfolgerungen aus den Gebäudebegehungen und die Organisation von
Energiediensten besprochen. Weiterhin wurde besprochen, welche Materialien über das sog.
„Starterpaket“ beantragt werden sollen.

Im Winter 2018 / 2019 fanden Gebäudebegehungen in allen Schulen statt. Einwöchige
Temperaturmessungen im Vorfeld gaben ersten Aufschluss über die Heizsituation. Die
Hausmeister wurden anschließend vor Ort zu Anlageneinstellungen beraten.
Die Schulen erhalten monatliche Rundschreiben mit Energietipps. Weiterhin können
kostenfrei Experimentierkoffer und Materialien ausgeliehen werden. Zu Beginn des Projekts
wurden der Klimaschutzmanagerin verschiedene Materialien (CO2-Ampel, Messgerätekoffer,
Lüftungsmodell u.a.) als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Um das Projekt sichtbar zu
machen, stehen Aufkleber, Plakate, Verbrauchsdiagramme oder auch Stundenpläne mit
Energietipps zur Verfügung.

Weitere Infos zum Projekt gibt’s hier.