Große Beteiligung bei Bürger:innenversammlung im Energetischen Quartier Horneburg-West

Pressemitteilung Horneburg, 04.05.2022

Am Mittwoch, den 27. April 2022 fand in der Aula der Oberschule Horneburg eine Bürger:innenversammlung statt. Im Fokus standen das „Integrierte Energetische Quartierskonzept Horneburg West“ sowie die „Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen“ gemäß Baugesetzbuch. Der Flecken Horneburg beabsichtigt, Horneburg-West in ein „vereinfachtes Sanierungsgebiet“ zu überführen. Ziel ist, Eigentümer:innen bei der Sanierung ihrer Gebäude zu unterstützen und durch erhöhte steuerliche Abschreibung finanziell zu entlasten. Zur Versammlung geladen waren Anwohner:innen und Eigentümer:innen aus Horneburg-West. Ungefähr 120 Gäste folgten der Einladung, damit wurden alle Erwartungen zur Beteiligung übertroffen.

Der Flecken Horneburg lässt für das Quartier Horneburg-West ein Integriertes Energetisches Quartierskonzept im Rahmen des KfW-Förderprogramms 432 „Energetische Stadtsanierung“ erstellen. Das Stadtplanungs- und Architektur-Büro plan zwei und die KEEA (Klima- und Energieeffizienzagentur) sind mit der Konzepterstellung beauftragt.

© plan zwei

An dem Abend standen Gemeindedirektor Knut Willenbockel, sein Vertreter Torsten Milter, Bürgermeister Jörk Phillipsen, einige Mitglieder der Lenkungsrunde, Projektverantwortliche Verwaltungsmitarbeiterin Gunda Kiefaber, Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz sowie die Mitarbeiter:innen der beauftragten Büros den Bürger:innen Rede und Antwort zu den Hintergründen, Zielen und Inhalten des Integrierten Energetischen Quartierskonzepts sowie der Absicht, Horneburg-West zu einem vereinfachten Sanierungsgebiet zu machen.

Die Begrüßung im Saal übernahm Herr Bürgermeister Jörk Phillippsen. Er beschrieb die Chancen, die in der Erstellung des Integrierten Konzepts für die Zukunft des Quartiers liegen.

© Flecken Horneburg

Im Anschluss berichteten die beauftragten Büros: Gemäß den Anforderungen der KfW wurde eine genaue Bestandsanalyse im Integrierten Energetischen Quartierskonzept Horneburg-West erstellt. Daraus wurden Potenziale ermittelt und erste Ideen für ein Zielszenario sowie erste mögliche Maßnahmen präsentiert. Um die Ideen und Einschätzungen der Bürger:innen im Quartierskonzept zu berücksichtigen, war die Bürger:innenversammlung ein wichtiger Arbeitsschritt.

© Flecken Horneburg

Danach wurde an Thementischen in zwei Gruppen zu den Fragen der Zukunft des Quartiers diskutiert und beraten. Die Fragen betrafen in der einen Gruppe die Themen „Gebäudesanierung, Wärme, Strom“ und in der zweiten Gruppe „Mobilität, Freiflächen, Klimawandel“. Es wurden Meinungsbilder eingeholt zu den heutigen Qualitäten und den Verbesserungsoptionen – immer mit dem Blick auf die Zukunft und die Erreichung der Klimaschutzziele in Horneburg-West. Großes Interesse bestand daran, mit welchen baulichen Maßnahmen (z. B. Wärmepumpe, Einblasdämmung) man sein Gebäude fit für die Zukunft macht. Auch Tipps zu gering investiven Eigenleistungen (z. B. Mineralwolle auf dem Dachboden auslegen oder einen Filzvorhang im Flur vor die Eingangstür hängen) wurden gegeben.

© plan zwei

Außerdem berichtete Klimaschutzmanagerin Phoebe Schütz an einem Infotisch zu Energieberatungen, die von der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V., der Verbraucherzentrale und den Stadtwerken angeboten werden, sowie zum E-Carsharing „Dorfstromer“ und zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Ein großes Anliegen war den Bürger:innen, was es mit dem vereinfachten Sanierungsgebiet auf sich hat, das auf das Integrierte Quartierskonzept folgen soll. Hierzu berichtete Frau Gunda Kiefaber vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Samtgemeinde Horneburg. Ab Sommer 2022 werden hierfür sogenannte „Vorbereitende Untersuchungen“ gemäß § 141 Baugesetzbuch (BauGB) erstellt. Anschließend kann für Horneburg-West ein Sanierungsgebiet im vereinfachten Verfahren beschlossen werden. Dies soll zukünftig Eigentümer:innen für selbstgenutzte und vermietete Wohnimmobilien eine erhöhte steuerliche Abschreibung nach § 7h bzw. § 11a Einkommenssteuergesetz (EStG) bei Investitionen in die Sanierung ihrer Gebäude ermöglichen. Bei vereinfachten Sanierungsgebieten erfolgen weder ein Sanierungsvermerk im Grundbuch noch sind Ausgleichszahlungen durch Grundstückseigentümer:innen zu leisten. Außerdem entfallen Städtebaufördermittel von Bund und Land sowie sanierungsbedingte Bodenwertsteigerungen.

Zum Abschluss der Versammlung forderte Gemeindedirektor Knut Willenbockel die Eigentümer:innen auf, sich für ihr Quartier und für den Klimaschutz einzusetzen. Eine weitere Bürger:innenversammlung  ist im Herbst 2022 geplant.

Klimapioniere in der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg entwickeln praxistaugliche Projekte für mehr Energie- und Ressourceneffizienz in der Verwaltung

Pressemitteilung Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg, 06.04.2022

Seit letztem Herbst sind die Klimapioniere in den Rathäusern der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg unterwegs. Die Klimapioniere sind zwölf Auszubildende und junge Mitarbeiter:innen der Samtgemeinde Horneburg und Gemeinde Jork, die sich im Rahmen des Programms der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. und Hochschule 21 zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz weiterbilden. Sie entwickeln Projekte, die nicht nur sich selbst sondern auch ihre Kolleg:innen für mehr Klimaschutz im (Arbeits)-Alltag sensibilisieren sollen.

Nach einer vierwöchigen Workshop Phase im letzten Herbst an der Hochschule 21 erarbeiten die Klimapioniere seit Dezember eigene Klimaschutzprojekte und decken Einsparpotentiale in ihren Verwaltungen auf. Sie entwickeln Konzepte für eine Nachhaltige Beschaffung, Klimafreundliche Meetings, Energiesparen im Büro sowie energetische Maßnahmen für das Jorker Jugendzentrum.

Der Klimafreundliche Methodenkoffer als Teil des Klimafreundlichen Workshops. Mit nachhaltigen Alternativen aus recycelten Materialien und nachwachsenden Rohstoffen.

Team „Klimafreundlicher Workshop“ bei der Projektvorstellung in der Samtgemeinde Horneburg

An zwei Workshop-Terminen in der Mittagspause haben rd. 25 Kolleg:innen aus dem Rathaus teilgenommen.

Während des gesamten Projektzeitraumes findet ein Erfahrungsaustausch zwischen den insgesamt 30 Projektteilnehmer:innen aus Kommunen und Unternehmen im Landkreis Stade sowie zu den Studierenden der Hochschule 21 statt.

„Am Projekt teilzunehmen ist spannend und aufschlussreich zu gleich. Es macht viel Spaß als großes Team ein Projekt zu unserem Thema ,Klimafreundliches Rathaus‘ auszuarbeiten. Wir haben als Gruppe viele neue Informationen über den Klimawandel- und schutz dazu lernen dürfen. Es ist unserer Meinung nach für alle Menschen dieser Welt wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen. Jeder kann im alltäglichen Leben einen kleinen Beitrag zum Schutz des Klimas beitragen, sei es sich beispielsweise vegetarisch zu ernähren oder den Müll zu trennen“ sagt Chiara Schaller, Mitarbeiterin in der Samtgemeinde Horneburg, über ihre Erfahrungen als Klimapionirin.

Die besten Ideen und Konzepte der Projektteilnehmer:innen werden am 16. Mai bei der Abschlussveranstaltung in der Hochschule 21 von einer Jury gekürt.

Digitales Projekttreffen des Teams „Nachhaltige Beschaffung“

Team „Klimafreundliches Büro“ fragt die Kolleg:innen in insgesamt 30 Büros des Rathauses nach ihrem Nutzerverhalten und gibt ihnen Energiespartipps für den Büroalltag an die Hand.

Weitere Infos zum Weiterbildungsprogramm Klimapioniere unter: https://klimawerkstatt-stade.de/bildungsangebote/klimapioniere

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeindebücherei Steinkirchen wird Saatgut-Bibliothek

Pressemitteilung der Gemeindebücherei Steinkirchen, 11.03.2022

Die Büchereimitarbeiterin Karin Söbel befüllt die Saatgutbox mit den verschiedenen Saatgut Tüten. (Foto: © Petra Abel)

Pflanzensamen in der Bücherei ausleihen? Was kurios klingt, ist in vielen Bibliotheken bereits Realität. Die Idee stammt ursprünglich aus den USA, wo es bekanntlich viel gentechnisch verändertes Saatgut gibt. Umweltinitiativen haben sich mit der Einrichtung von „Seedlibraries“ darum bemüht, die traditionelle Sortenvielfalt zu bewahren.
In unserer Saatgut-Bibliothek können Sie samenfestes, sortenreines Saatgut von Pflanzensorten ausleihen.
Verschiedene alte, traditionelle reine Sorten von Bohnen, Tomaten, Gartenmelde, Erbsen und Salat sind im Angebot. Sie haben zum Teil wunderschöne oder auch amüsante Namen wie Maikönigin, „brauner Trotzkopf“ (Salat) oder „Oma Bohne“ und „Julifreude“ (Bohnen).
Saatgut „ausleihen“ verläuft denkbar einfach: Nutzer suchen sich Samen aus, säen es im eigenen Garten oder im Topf auf dem Balkon aus und pflegen es bis zur Saatgutreife. Das ausgereifte Saatgut wird dann getrocknet und in die mitgelieferten Papiertütchen gefüllt. Diese sind bereits beschriftet und werden nach der Leihfrist im Herbst wieder in der Bücherei abgegeben. Pro Person werden nur zwei Tütchen abgegeben.
Mit den ortsansässigen Schulen, dem Jugendzentrum und den Kitas wird bereits kooperiert. Bald können die Kinder dort den Pflanzen beim Wachsen zusehen und selber ernten.
Das Wissen über Vermehrung und Saatguternte ist eine alte Kulturtechnik und droht in Vergessenheit zu geraten. Die passenden Bücher über Pflanzen und auch über naturnahes, insektenfreundliches Gärtnern können ebenfalls in der Gemeindebücherei Steinkirchen entliehen werden.
Mit diesem Angebot möchte das Büchereiteam auch Nachhaltigkeit weiter in den Fokus rücken. Wer konkret anfangen möchte, in seinem Leben Dinge zu verändern, findet in der Bücherei viele Ratgeber über Themen wie beispielsweise plastikfreies Leben, Müllvermeidung, Klima- und Umweltschutz.

Die Förderung von Saatgutbibliotheken ist Teil der Kampagne „BiNaBi (Bildung-Nachhaltigkeit-Bibliothek) der Büchereizentrale Niedersachsen und wird von der NABU Niedersachsen, VEN (Verein zur Erhaltung von Nutzpflanzenvielfalt) und Bernd Reitemeyervon „Das Große Freie“ unterstützt.

 

 

 

 

Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg lässt Elektromobilitätskonzept erarbeiten

Pressemitteilung Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg, 08.02.2022

Öffentliche Ladesäule am Horneburger Bahnhof

Der Verkehrssektor muss seine Emissionen bis 2030 um 40 bis 42 Prozent im Vergleich zu 1990 verringern, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Die Förderung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur spielt hierbei eine tragende Rolle. Denn insbesondere in Kombination mit regenerativ erzeugtem Strom verursachsen Elektrofahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus etwa 30 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als vergleichbare Fahrzeuge mit Benzinmotor und 23 Prozent weniger als Dieselfahrzeuge. Bis 2030 sollen daher sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen und eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen (Quelle: bundesregierung.de).

Die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg unterstützt das Ziel der Bundesregierung Mobilität klimafreundlich und zukunftsorientiert weiter zu entwickeln. Daher lässt sie in diesem Jahr ein kommunales Elektromobilitätskonzept erstellen.

Das Elektromobilitätskonzept Altes Land und Horneburg wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des BMDV mit insgesamt 34.320,00 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Das Konzept wird voraussichtlich ab April 2022 durch ein externes Büro erarbeitet. Darin werden unter anderem folgende Zielsetzungen verfolgt:

  • Strukturierter Ausbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur,
  • Strategische Elektrifizierung der kommunalen Fuhrparks,
  • Identifizierung von Potentialen im ÖPNV und Radverkehr, u.a. Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel im ÖPNV mit Sharing-Angeboten und Mobilitätsstationen
  • Akteursanalayse und Aufbau eines Netzwerks.

Das Elektromobilitätskonzept soll den Kommunen der Klimaschutzregion als strategischer Handlungsrahmen für die weitere Umsetzung ihrer Elektromobilitätsprojekte in den kommenden Jahren dienen.

Fotoausstellung „Tropic Ice“ im Schlosspark Agathenburg

Pressemitteilung Schloss Agathenburg, 02.02.2022

Die Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski gibt dem Klimawandel ein Gesicht. Foto © Barbara Dombrowski

Barbara Dombrowski macht mit Kunst auf die Klimakrise aufmerksam

Der Schlosspark in Agathenburg beherbergt vom 19. Februar bis zum 22. April ein Foto-Kunstprojekt zum Thema Klimakrise. Zwischen den Bäumen installiert die Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski Porträts von Menschen aus fünf Kontinenten. Zur Eröffnung der Ausstellung veranstaltet das Schloss eine Podiumsdiskussion mit der Fotografin und Prof. Silja Klepp von der Universität Kiel.
Wer im kommenden Frühling durch den Schlosspark spaziert, dem begegnen zwischen den Bäumen Gesichter aus aller Welt. Für ihr Projekt „Tropic Ice – Dialog between Places Affected by Climate Change“ besuchte Barbara Dombrowski klimarelevante Orte in Grönland, Ecuador, Tansania, in der Wüste Gobi und auf den Inseln im Südpazifik. Die Fotografin porträtiert die dort lebenden indigenen Völker und die sie umgebenden Landschaften und gibt dem Klimawandel ein Gesicht. Dass das Wetter auf den Porträts seine Spuren hinterlässt, ist gewollt und unterstützt Barbara Dombrowskis Botschaft: Der Klimawandel bedroht nicht nur abstrakte Orte, sondern auch Menschen.
Barbara Dombrowskis Projekt wirkt durch Kontraste. Sie stellt einen Dialog zwischen scheinbar Gegensätzlichem her und zeigt ihre Bilder von tropischen Landschaften im eisigen Grönland oder zwischen den Bäumen auf Schloss Agathenburg. Dort sind die eindringlichen, großformatigen Fotografien zwischen Februar und April zu sehen. Eine großzügige Förderung der Myriam C. Grass Stiftung macht es möglich.

Kunst gegen Klimakrise
„Kunst muss auf die Klimakrise reagieren“, meint Stiftungsgründer Klaus Grass aus Horneburg und erklärt: „Meine Frau und ich sind – nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Proteste der jungen Menschen in vielen Ländern – darauf verstärkt aufmerksam geworden, dass der Klimawandel uns alle schon heute betrifft. An dem Kunstprojekt ‚Tropic Ice‘ von Barbara Dombrowski hat uns beeindruckt, wie sie die Auswirkungen des Klimawandels künstlerisch bearbeitet, um die globalen Opfer des Wandels zu zeigen.“

Podiumsdiskussion zur Eröffnung
Bei der Podiumsdiskussion zur Eröffnung am Samstag, den 19. Februar, um 11 Uhr, können sich die Teilnehmenden mit der Fotografin austauschen. Neben Barbara Dombrowski wird auch Prof. Silja Klepp, Professorin für Humangeographie von der Universität Kiel, anwesend sein. Das Gespräch leitet Anping Richter vom Stader Tageblatt. Interessierte können sich per Mail an info@schlossagathenburg.de anmelden.


Barbara Dombrowski
Barbara Dombrowski arbeitet vor allem an freien Projekten und unterrichtet Dokumentarphotographie in Hamburg. Mit dem Exzellenzcluster der Universität Hamburg setzte sie ein Buchprojekt mit dem Titel „Alltagswelten des Klimawandels“ um. Für ihre Arbeiten erhielt sie diverse Preise und Auszeichnungen und präsentiert sie in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen. 2017 wurde sie mit der Arbeit „Tropic Ice“ offizielle Partnerin der UN zum COP23 in Bonn. Die Fotografin lebt in Hamburg.
www.barbaradombrowski.com/tropicice

Myriam C. Grass Stiftung
Die Stiftung wurde im Dezember 2001 zur Erinnerung an ihre Tochter Myriam Clea Grass von ihren Eltern gegründet und nach ihr benannt. Sie steht im Verbund mit der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Stade und fördert gemeinnützige Projekte in der Samtgemeinde Horneburg.
www.stiftungen-und-integration.de/wegweiser/myriam-c-grass-stiftung/

Öffnungszeiten
Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich. Das Schloss mit Museum und Café ist ab dem 1. März zu folgenden Zeiten geöffnet:
Di – Fr: 14 – 18 Uhr
Sa, So, Feiertage: 11 – 18 Uhr
Karfreitag geschlossen
Gruppen und Schulklassen zusätzlich nach Absprache

Lage und Anfahrt
Schloss Agathenburg
Hauptstraße 45
21684 Agathenburg

Mit der S-Bahn von Hamburg aus: S3 Richtung Stade bis Agathenburg, 5 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Schloss.

Bei Rückfragen sind wir gerne für Sie da!
Schloss Agathenburg
Ann-Sophie Beers
Tel.: 0 41 41.54 22 15
ann-sophie.beers@schlossagathenburg.de
www.schlossagathenburg.de

Energiesparen macht Schule – Prämierungsveranstaltung am 13. Oktober 2021

Klimaschutz durch energiesparendes Nutzerverhalten: Mit diesem Ansatz startete im Sommer 2018 in 11 Schulen (13 Schulstandorten) der Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg das Projekt „Energiesparen macht Schule“. In dem auf 4 Jahre angelegten Projekt haben sich die Schulen der Samtgemeinde Horneburg, der Samtgemeinde Lühe und der Gemeinde Jork zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen zu senken. Erreicht werden soll dies u.a. durch einen bewussten Umgang mit Energie und Wasser im Schulalltag.
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Durchführung hat die Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg die e&u energiebüro gmbh mit Sitz in Bielefeld beauftragt. Das Büro betreut das Projekt in Kooperation mit fifty/fifty-concept in Hamburg. Die Koordination hat die Klimaschutzmanagerin der Region Altes Land & Horneburg.
Trotz besonders schwieriger Bedingungen während der Corona-Pandemie konnten die Schulen ihren Energiesparkurs durch pädagogische Klimaschutzaktivitäten und energieeffizientes Nutzerverhalten auch im dritten Projektjahr erfolgreich fortsetzen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine CO2-Einsparung von rd. 127 Tonnen (8,5%) und Kosteneinsparungen von rd. 16.100 €.
Auch der gesunkene Heizenergieverbrauch im Schuljahr 2020 / 2021 um 5,1 % (Vorjahr: 12,97 % Einsparung) ist unter Berücksichtigung der intensivierten Lüftung im letzten Winterhalbjahr ein gutes Ergebnis.

50 % der eingesparten Kosten werden den Schulen als Motivationsprämie zur Anerkennung und Belohnung für ihr Engagement zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Hälfte dieser Ausschüttung an den Nachweis pädagogischer Aktivitäten gekoppelt.

Am 13. Oktober wurde dieses vorbildliche Engagement bei der Prämierungsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Steinkirchen geehrt und die Urkunden von den Bürgermeistern der Klimaschutzregion an die Energiebeauftragten Lehrkräfte überreicht.

Nach der Präsentation der Ergebnisse gab es die Möglichkeit für einen Austausch der Teilnehmer:innen. Die Lehrkräfte berichteten von den Klimaschutzprojekten, die mithilfe der erzielten Prämien umgesetzt werden sollen. In der Grundschule Horneburg sei die Installation eines kleinen Windrads mit Generator im Schulgarten geplant. Die Grundschule Steinkirchen möchte die Prämien für den Sachunterricht einsetzen. Unter anderem im Rahmen der „Freiday“-Projekttage, bei denen die Kinder der vierten Klassen Projekte im Sinne der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele realisieren.

Die Energiebeauftragten Lehrerinnen, die Bürgermeister und die Klimaschutzmanagerin der Klimaschutzregion sowie das begleitende Projektbüro bei der diesjährigen Prämierungsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Steinkirchen.

Für die nächsten Monate steht außerdem die weitere Installation von geringinvestiven Energiesparmaßnahmen wie das Abdichten von Türen, die Nachrüstung fehlender Thermostatventile und Wasserspareinsätze in den Schulgebäuden gemeinsam mit den Hausmeistern an. Diese werden im Rahmen des sog. „Starterpaket“ zu 50 % durch das Bundesumweltministerium gefördert. Im „Starterpaket“ sind ebenfalls Unterrichtsmaterialien, CO2-Ampeln und Messgeräte enthalten, die zur Unterstützung der Energieteams dienen. Sie wurden vollständig vom Klimaschutzmanagement unter Absprache mit den Energiebeauftragten bestellt und Anfang des Jahres an die Schulen verteilt.