10 Jahre Klimabündnis

Die Samtgemeinde Horneburg ist seit 2016 Mitglied im KlimaBündnis und damit bereits seit über 10 Jahren!

Mit der Mitgliedschaft verpflichtet sie sich gemeinsam mit 1.700 anderen Kommunen aus 26 europäischen Ländern dazu, …

  • CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent vermindern – gleichbedeutend mit der Halbierung der Emissionen pro Einwohner bis 2030 (Basisjahr 1990),
  • Emissionen auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Einwohner und Jahr senken – durch Energieeinsparungen, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien,
  • gemeinsam mit indigenen Völkern Klimagerechtigkeit anstreben – durch Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, Bewusstseinsbildung und Verzicht auf Tropenholz aus Raubbau.

Durch die Mitgliedschaft im KlimaBündnis konnte der Flecken Horneburg im Jahr 2016 zum ersten Mal erfolgreich an der StadtRadel-Aktion teilnehmen. Seitdem nehmen die Samtgemeinde Horneburg, die Samtgemeinde Lühe und die Gemeinde Jork jedes Jahr am StadtRadeln teil. Weitere Informationen zum StadtRadeln hier.

 

Samtgemeinde Horneburg erweitert ihr Umweltangebot: Ab sofort stehen sieben öffentliche Sammelboxen für Altspeiseöl zur Verfügung

Horneburg, 24. März 2026. Gebrauchte Speiseöle aus privaten Haushalten landen noch immer häufig im Abfluss oder im Restmüll. Dabei handelt es sich um einen wertvollen Rohstoff, der sinnvoll weiterverwendet werden kann. In Horneburg gibt es dafür ab sofort eine einfache Lösung: Gemeinsam mit der Münzer Deutschland GmbH wurden sieben öffentliche Sammelboxen für Altspeiseöl in Betrieb genommen.

Auf dem Foto von links nach rechts: Herr Bechtoldt (Münzer Deutschland GmbH), Herr Courtault (Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt, Samtgemeinde Horneburg), Herr Frieß (Marktleiter Rewe, Am Poggenpohl), Frau Sievers (Klimaschutzmanagement, Samtgemeinde Horneburg), Herr Schmidt (Rewe), Herr Heidenreich (Münzer Deutschland GmbH).

Auf dem Foto von links nach rechts: Herr Bechtoldt (Münzer Deutschland GmbH), Herr Courtault (Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt, Samtgemeinde Horneburg), Herr Frieß (Marktleiter Rewe, Am Poggenpohl), Frau Sievers (Klimaschutzmanagement, Samtgemeinde Horneburg), Herr Schmidt (Rewe), Herr Heidenreich (Münzer Deutschland GmbH).

Die offizielle Inbetriebnahme fand im Rahmen eines Pressetermins mit Klima-schutzmanagerin Judith Sievers, Roger Courtault, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, sowie Albert Bechtoldt, Vertriebsleiter von Münzer Deutschland statt. Mit dem neuen Angebot schafft Horneburg eine praktische Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, Altspeiseöl korrekt zu sammeln und damit einen konkreten Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz zu leisten.

Die Nutzung der Sammelboxen ist dabei bewusst unkompliziert: Abgekühltes gebrauchtes Speiseöl – etwa Bratöl, Frittierfett oder Öl aus eingelegten Lebensmitteln – wird zu Hause in eine saubere, gut verschlossene Plastikflasche gefüllt und anschließend in die Sammelbox eingeworfen. Münzer übernimmt die Abholung und führt das gesammelte Altspeiseöl der weiteren Verwertung zu nachhaltigem Biokraftstoff zu.

Die sieben Standorte in der Samtgemeinde Horneburg befinden sich am Parkplatz Keck (Agathenburg), am Sportplatz (Bliedersdorf), am Wendehammer Schäferstieg (Nottensdorf), im Gewerbegebiet (Dollern), am Bahnhof (Dollern), am Wochenmarkt im Isern-Hinnerk-Weg/Burggraben sowie neben REWE (je Flecken Horneburg). Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern ein gut erreichbares Netz an Sammelpunkten in der Samtgemeinde Horneburg zur Verfügung.

„Klimaschutz muss im Alltag einfach umsetzbar sein. Genau das leisten die neuen Sammelboxen in Horneburg. Sie schaffen eine praktische Möglichkeit, einen bisher oft falsch entsorgten Stoff sinnvoll zu erfassen und als Rohstoff im Kreislauf zu halten“, sagt Judith Sievers, Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde Horneburg. Roger Courtault, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, betont den praktischen Nutzen des Projekts: „Solche Angebote zeigen, dass Kreislaufwirtschaft nicht abstrakt bleiben muss, sondern dort wirksam wird, wo Menschen täglich handeln.“

Das Unternehmen Münzer ist auf die Sammlung von Altspeiseöl spezialisiert und baut Schritt für Schritt ein bundesweites Sammelsystem für Privathaushalte auf. „Mit der Samtgemeinde Horneburg setzen wir gemeinsam ein Projekt um, das ökologisch sinnvoll und für die Menschen vor Ort leicht nutzbar ist. Genau solche Lösungen braucht es, wenn Kreislaufwirtschaft im Alltag tatsächlich funktionieren soll“, weiß Albert Bechtoldt, Vertriebsleiter der Münzer Deutschland GmbH.

Neben dem ökologischen Mehrwert bietet das Sammelsystem auch einen praktischen Vorteil für die kommunale Infrastruktur: Falsch entsorgtes Speiseöl kann in Abwasserleitungen zu Ablagerungen und Verstopfungen führen. Die getrennte Sammlung hilft daher nicht nur, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, sondern entlastet auch Leitungsnetze und Entsorgungssysteme. Mit der Inbetriebnahme der sieben Sammelboxen wird Horneburg Teil eines wachsenden kommunalen Sammelnetzwerks in Deutschland. Das Ziel ist klar: Altspeiseöl nicht als Abfall zu behandeln, sondern als Rohstoff im Kreislauf zu halten.

 

Infoabend rund ums Heizen

Im Rahmen der nächsten öffentlichen Veranstaltung zur Wärmeplanung möchten wir den Schwerpunkt auf nachhaltige Möglichkeiten der individuellen Wärmeversorgung legen.
Neben einem Beitrag unseres Dienstleisters HIC Consulting GmbH, der die Ergebnisse der Bestandsanalyse vorstellt, erwarten Sie ein Vortrag eines Energieberaters zum Umgang mit Bestandsheizungen und Fördermöglichkeiten.

Aufgrund begrenzter Platzanzahl ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Bitte melden Sie sich hier an: https://klimawerkstatt-stade.de/infoabend-rund-ums-heizen-2026

Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme.

Weitere Informationen zur Wärmeplanung finden Sie unter folgendem Link: https://www.klimaschutz-altesland-horneburg.de/waermeplanung/

 

Erste öffentliche Veranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in der Klimaschutzregion

 

Am 15.01.2026 fand unsere erste öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Wärmeplanung statt. In der Aula der Oberschule Horneburg informierten wir rund 60 interessierten Bürger*innen über den Ablauf der Wärmeplanung und gaben Einblicke in nachhaltige Heizmöglichkeiten.

Die Folien können Sie hier herunterladen: Präsentation Auftaktveranstaltung Wärmeplanung

 

Wärmewende gemeinsam denken: Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg startet Wärmeplanung

Die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg hat mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen und setzt damit einen wichtigen Impuls für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Wärmeversorgung. Da kleine Kommunen laut Wärmeplanungsgesetz (WPG) ihre Wärmepläne bis Mitte 2028 veröffentlichen müssen, nutzen die Gemeinde Jork, sowie die Samtgemeinden Lühe und Horneburg die Chance, sich frühzeitig strategisch aufzustellen und Synergien innerhalb der gesamten Region zu erschließen.

Im Zentrum der Wärmeplanung steht die Frage, welche Versorgungsformen in den verschiedenen Gemeinden und Ortsteilen sinnvoll und zukunftstauglich sind. Dafür wird das Gebiet der Klimaschutzregion in Teilgebiete gegliedert. Für jedes dieser Gebiete wird untersucht, ob etwa der Aufbau oder Ausbau von Wärmenetzen sinnvoll ist, erneuerbare Energien besonders gut genutzt werden können oder dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen die beste Option darstellen.

Durch diese übergeordnete Prüfung von Gegebenheiten und Potenzialen verschafft sich die Region einen gebündelten Überblick, der bei künftigen stadtplanerischen Maßnahmen hilft und Bürgerinnen und Bürgern und Bürgern wie auch der Wirtschaft mehr Planungssicherheit in puncto Wärmeversorgung ermöglicht. Wichtig ist dabei jedoch, die Wärmeplanung als strategisches Planungsinstrument zu betrachten, die keine Energieberatung für einzelne Haushalte ersetzt.

Was bedeutet die Wärmeplanung für Hauseigentümer?

Die Frage, was die Wärmeplanung für ihre Heizung bedeutet, beschäftigt viele Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen. Grundsätzlich bringt die Wärmeplanung selbst zunächst einmal keine direkten Auswirkungen oder Verpflichtungen mit sich. Vorgaben und Fristen für Heizungslösungen sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgeschrieben – und sehen unter anderem vor, dass fossile Heizungen grundsätzlich bis 2044 weiter benutzt werden dürfen, wenn sie sich reparieren lassen. Ein Austausch ist nur für Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, vorgeschrieben.

„Aufgrund der verstreuten Siedlungsstruktur in den Gemeinden ist nur für einen kleinen Teil der Haushalte die Entwicklung sinnvoller Fernwärmekonzepte möglich. Da die Umsetzung eines Fernwärmenetzes rund zehn Jahre von der Planung bis zur Realisierung benötigt, ist eine frühzeitige Prüfung der Optionen erforderlich“, erläutert Klimaschutzmanagerin Judith Sievers.

Moderne Technologien bieten überraschende Möglichkeiten der nachhaltigen Wärmegewinnung: Ob eine Flusswärmepumpe an der Elbe oder eine Nutzung der Abwärme von Kläranlagen – oft können schon wenige Grad Temperaturunterschied ausreichen, um Haushalte zu heizen. Die Gemeinden möchten dafür jede Möglichkeit sorgfältig prüfen – aber auch nur ökonomisch sinnvolle Ideen für die Umsetzung anstreben.

Steigender CO2-Preis für fossile Heizungen

Angesichts der großen Unsicherheiten bei Rohstofflieferungen und -preisen sowie der künftig steigenden CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe ist es für die Gemeinden besonders wichtig, frühzeitig mögliche Handlungsoptionen zu prüfen. Dies liegt im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner, denn auch die Wärmeversorgung der kommunalen Gebäude sollte möglichst nachhaltig und ökonomisch gestaltet werden. Hier können die drei (Samt-)Gemeinden an die erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich Klimaschutz anknüpfen.

Von der Analyse zur Strategie
Auf Basis einer umfassenden Analyse der Wärmepotenziale entwickelt das Expertenteam des Hamburg Institut Zukunftsszenarien für die Region. Das auf die Wärmewende spezialisierte Beratungsunternehmen wurde von der Klimaschutzregion mit der Durchführung der Wärmeplanung beauftragt. Die Planung berücksichtigt sowohl die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes des Bunds als auch die Anforderungen des Niedersächsischen Klimaschutzgesetzes. Bis Mitte 2026 soll der Wärmeplan vorliegen. Die für die Analyse benötigten Daten werden von den (Samt-)Gemeinden, von den Energieversorgern und Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Am Ende entsteht eine Umsetzungsstrategie, die die Klimaschutzregion dabei unterstützt, Schritt für Schritt die gemeinsame Wärmewende zu gestalten – mit Perspektiven für Eigentümerinnen und Eigentümer, Unternehmen, Energieversorger
und die beteiligten Kommunen. Zugleich wird festgelegt, wie der Prozess langfristig verankert und regelmäßig fortgeschrieben werden kann.

 

Erste öffentliche Veranstaltung bereits für Januar geplant
Da die künftige Wärmeversorgung alle betrifft, legt die Klimaschutzregion großen Wert auf eine aktive Beteiligung. Während des gesamten Prozesses sind Formate der Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Dazu gehören unter anderem Informationsveranstaltungen, in denen Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen können. Die Auftaktveranstaltung findet bereits Anfang kommenden Jahres statt:

Datum und Uhrzeit: 15.01. 18:00 – 20:00 Uhr

Ort: Oberschule Horneburg, Schanzenstraße 19, 21640 Horneburg

Um Anmeldung unter info@klimaschutz-altesland-horneburg.de wird gebeten.

Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier.

Informationsveranstaltung zum Thema Photovoltaik: Chancen und Möglichkeiten für HauseigentümerInnen im Landkreis Stade – Vortragsveranstaltung und Vorstellung des Gründach- und Solarkatasters

Der Landkreis Stade vertreten durch die Leistelle Klima stellt das neue Gründach- und Solarkataster im April und Mai im Rahmen einer Veranstaltungsreihe vor. Die rund 90-minütigen Abendveranstaltungen beginnen jeweils um 18.30 Uhr.

Mit dabei sind auch Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die über die Potenziale der Solarenergie informieren.

Kooperationspartner sind die KlimaschutzmanagerInnen der Kommunen, der Verein Klimawerkstatt und die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Am 31.05.2024 von 18.30 bis 20.00 Uhr wird die Veranstaltung zu Gast im Dorfgemeinschaftshaus Steinkirchen (Alter Marktplatz 5, 21720 Steinkirchen) sein.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen werden über die Internetseite der Klimawerkstatt Stade unter folgendem Link: Photovoltaik – Chancen und Möglichkeiten für Hauseigentümer im Landkreis Stade (klimawerkstatt-stade.de) entgegengenommen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Ablauf und zu den einzelnen Veranstaltungsorten.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne per Mail an das Klimaschutzmanagement der Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg unter info@klimaschutz-altesland-horneburg.de.