Rückblick: Abschlussveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

Am 09.06. 2026 fand in der Altländer Festhalle in Jork die Abschlussveranstaltung der kommunalen Wärmeplanung für die Klimaschutzregion Altes Land & Horneburg statt. Wir danken den rund 45 Bürgerinnen und Bürger, die dabei waren, Fragen gestellt und sich aktiv eingebracht haben!

Die kommunale Wärmeplanung zeigt auf, wie wir künftig zuverlässig, bezahlbar und klimafreundlich heizen können. Vorgestellt wurden das Zielszenario sowie mögliche Maßnahmen für die Region. Deutlich wurde: Je nach Ortsteil können unterschiedliche Lösungen sinnvoll sein – von möglichen Wärmenetzen bis hin zu dezentralen Heizsystemen. Wichtig: Die Wärmeplanung ersetzt keine individuelle Beratung für einzelne Gebäude und schafft keine neuen Pflichten für Bürgerinnen und Bürger.

Ab Ende Juni soll der Berichtsentwurf öffentlich ausgelegt werden. Dann besteht die Möglichkeit, den Entwurf online einzusehen und Hinweise oder Stellungnahmen einzureichen.

Die Präsentation der Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

Mehr Informationen zur Wärmeplanung sind hier.

 

 

Kommunale Wärmeplanung auf der Zielgeraden: Klimaschutzregion stellt Ergebnisse vor

Download Flyer Veranstaltung 09.06. 2026

Am 9. Juni um 18:30 Uhr findet in der Altländer Festhalle in Jork die dritte und vorerst letzte öffentliche Informationsveranstaltung im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Jork, die Samtgemeinde Lühe und die Samtgemeinde Horneburg statt. Dort stellt die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg zusammen mit dem Beratungsunternehmen HIC Consulting allen Interessierten zentrale Ergebnisse der Wärmeplanung vor und gibt ein Ausblick auf das weitere Vorgehen.

Welche Versorgungsart ist in welchen Gebieten sinnvoll?
Die kommunale Wärmeplanung dient als strategisches Instrument, um die zukünftige Wärmeversorgung in der Region klimafreundlich, wirtschaftlich und verlässlich auszurichten. Sie zeigt auf, welche Versorgungsoptionen – etwa Wärmenetze oder dezentrale Lösungen – in welchen Teilgebieten sinnvoll sein können. Dabei ist jedoch zu betonen, dass die Wärmeplanung keine individuelle Beratung für einzelne Gebäude ersetzt und auch keine verbindliche Aussage darüber trifft, ob und wo Wärmenetze tatsächlich umgesetzt werden. Die Wärmeplanung schafft eine wichtige Grundlage für die langfristige Entwicklung der Gemeinden. Sie gibt Orientierung, ersetzt aber keine individuelle Entscheidung für einzelne Haushalte.
Ein zentrales Ziel der Planung ist die enge Abstimmung zwischen kommunaler Wärmeversorgung und Stromnetzplanung der Netzbetreiber. So sollen Synergien genutzt und die Energieinfrastruktur insgesamt effizient weiterentwickelt werden.

Keine neuen Rechte und Pflichten für Bürgerinnen und Bürger durch Wärmeplanung
Für Bürgerinnen und Bürger ergeben sich durch die Wärmeplanung keine neuen Rechte oder Pflichten. Verbindliche Festlegungen sind erst zu einem späteren Zeitpunkt denkbar, beispielsweise durch die mögliche Ausweisung von Wärmenetzgebieten im Rahmen gesonderter Ratsbeschlüsse.

Wie geht es weiter?
Die offizielle Auslegung des Berichtsentwurfs ist ab Ende Juni geplant. In diesem Zeitraum können Bürgerinnen und Bürger Anmerkungen und Stellungnahmen abgeben und der Entwurf der Wärmeplanung steht online zur Verfügung und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der weitere Fahrplan sieht vor, den finalen, überarbeiteten Bericht im Spätsommer bzw. Herbst in den politischen Gremien der beteiligten Kommunen vorzustellen. Darüber hinaus ist gesetzlich vorgesehen, den Wärmeplan mindestens alle fünf Jahre fortzuschreiben, um veränderte Rahmenbedingungen wie neue Technologien, gesetzliche Vorgaben oder Förderprogramme berücksichtigen zu können.
Ein wichtiger Aspekt der Planung: In der Klimaschutzregion wird auch künftig ein Großteil der Gebäude auf individuelle Heizungslösungen angewiesen sein. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern, die über einen Heizungstausch nachdenken, wird daher empfohlen, die kostenlosen Beratungsangebote der Klimawerkstatt Stade und der Verbraucherzentrale zu nutzen. Dort gibt es auch konkrete Informationen zu Fördermöglichkeiten, etwa im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Mit der Veranstaltung am 9. Juni setzt die Klimaschutzregion ihren Beteiligungsprozess fort und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich frühzeitig über die Wärmewende vor Ort zu informieren und Fragen zu stellen. Im Rahmen der Veranstaltung wird es auch einen Impulsvortrag der Bürger-Energie-Genossenschaft Altes Land & Horneburg e.G. geben, unter dem Titel „Wärmewende in Bürger*innenhand: Unser Beitrag zur nachhaltigen Wärmeversorgung“.

Abschlussveranstaltung Kommunale Wärmeplanung
am 9. Juni 2026, ab 18:30 Uhr Altländer Festhalle in Jork, Schützenhofstraße 15, 21635 Jork Um Anmeldung wird gebeten unter: info@klimaschutz-altesland-horneburg.de

 

10 Jahre Klimabündnis

Die Samtgemeinde Horneburg ist seit 2016 Mitglied im KlimaBündnis und damit bereits seit über 10 Jahren!

Mit der Mitgliedschaft verpflichtet sie sich gemeinsam mit 1.700 anderen Kommunen aus 26 europäischen Ländern dazu, …

  • CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent vermindern – gleichbedeutend mit der Halbierung der Emissionen pro Einwohner bis 2030 (Basisjahr 1990),
  • Emissionen auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalente pro Einwohner und Jahr senken – durch Energieeinsparungen, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien,
  • gemeinsam mit indigenen Völkern Klimagerechtigkeit anstreben – durch Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, Bewusstseinsbildung und Verzicht auf Tropenholz aus Raubbau.

Durch die Mitgliedschaft im KlimaBündnis konnte der Flecken Horneburg im Jahr 2016 zum ersten Mal erfolgreich an der StadtRadel-Aktion teilnehmen. Seitdem nehmen die Samtgemeinde Horneburg, die Samtgemeinde Lühe und die Gemeinde Jork jedes Jahr am StadtRadeln teil. Weitere Informationen zum StadtRadeln hier.

 

Samtgemeinde Horneburg erweitert ihr Umweltangebot: Ab sofort stehen sieben öffentliche Sammelboxen für Altspeiseöl zur Verfügung

Horneburg, 24. März 2026. Gebrauchte Speiseöle aus privaten Haushalten landen noch immer häufig im Abfluss oder im Restmüll. Dabei handelt es sich um einen wertvollen Rohstoff, der sinnvoll weiterverwendet werden kann. In Horneburg gibt es dafür ab sofort eine einfache Lösung: Gemeinsam mit der Münzer Deutschland GmbH wurden sieben öffentliche Sammelboxen für Altspeiseöl in Betrieb genommen.

Auf dem Foto von links nach rechts: Herr Bechtoldt (Münzer Deutschland GmbH), Herr Courtault (Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt, Samtgemeinde Horneburg), Herr Frieß (Marktleiter Rewe, Am Poggenpohl), Frau Sievers (Klimaschutzmanagement, Samtgemeinde Horneburg), Herr Schmidt (Rewe), Herr Heidenreich (Münzer Deutschland GmbH).

Auf dem Foto von links nach rechts: Herr Bechtoldt (Münzer Deutschland GmbH), Herr Courtault (Fachbereichsleitung Bauen und Umwelt, Samtgemeinde Horneburg), Herr Frieß (Marktleiter Rewe, Am Poggenpohl), Frau Sievers (Klimaschutzmanagement, Samtgemeinde Horneburg), Herr Schmidt (Rewe), Herr Heidenreich (Münzer Deutschland GmbH).

Die offizielle Inbetriebnahme fand im Rahmen eines Pressetermins mit Klima-schutzmanagerin Judith Sievers, Roger Courtault, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, sowie Albert Bechtoldt, Vertriebsleiter von Münzer Deutschland statt. Mit dem neuen Angebot schafft Horneburg eine praktische Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, Altspeiseöl korrekt zu sammeln und damit einen konkreten Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz zu leisten.

Die Nutzung der Sammelboxen ist dabei bewusst unkompliziert: Abgekühltes gebrauchtes Speiseöl – etwa Bratöl, Frittierfett oder Öl aus eingelegten Lebensmitteln – wird zu Hause in eine saubere, gut verschlossene Plastikflasche gefüllt und anschließend in die Sammelbox eingeworfen. Münzer übernimmt die Abholung und führt das gesammelte Altspeiseöl der weiteren Verwertung zu nachhaltigem Biokraftstoff zu.

Die sieben Standorte in der Samtgemeinde Horneburg befinden sich am Parkplatz Keck (Agathenburg), am Sportplatz (Bliedersdorf), am Wendehammer Schäferstieg (Nottensdorf), im Gewerbegebiet (Dollern), am Bahnhof (Dollern), am Wochenmarkt im Isern-Hinnerk-Weg/Burggraben sowie neben REWE (je Flecken Horneburg). Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern ein gut erreichbares Netz an Sammelpunkten in der Samtgemeinde Horneburg zur Verfügung.

„Klimaschutz muss im Alltag einfach umsetzbar sein. Genau das leisten die neuen Sammelboxen in Horneburg. Sie schaffen eine praktische Möglichkeit, einen bisher oft falsch entsorgten Stoff sinnvoll zu erfassen und als Rohstoff im Kreislauf zu halten“, sagt Judith Sievers, Klimaschutzmanagerin der Samtgemeinde Horneburg. Roger Courtault, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, betont den praktischen Nutzen des Projekts: „Solche Angebote zeigen, dass Kreislaufwirtschaft nicht abstrakt bleiben muss, sondern dort wirksam wird, wo Menschen täglich handeln.“

Das Unternehmen Münzer ist auf die Sammlung von Altspeiseöl spezialisiert und baut Schritt für Schritt ein bundesweites Sammelsystem für Privathaushalte auf. „Mit der Samtgemeinde Horneburg setzen wir gemeinsam ein Projekt um, das ökologisch sinnvoll und für die Menschen vor Ort leicht nutzbar ist. Genau solche Lösungen braucht es, wenn Kreislaufwirtschaft im Alltag tatsächlich funktionieren soll“, weiß Albert Bechtoldt, Vertriebsleiter der Münzer Deutschland GmbH.

Neben dem ökologischen Mehrwert bietet das Sammelsystem auch einen praktischen Vorteil für die kommunale Infrastruktur: Falsch entsorgtes Speiseöl kann in Abwasserleitungen zu Ablagerungen und Verstopfungen führen. Die getrennte Sammlung hilft daher nicht nur, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, sondern entlastet auch Leitungsnetze und Entsorgungssysteme. Mit der Inbetriebnahme der sieben Sammelboxen wird Horneburg Teil eines wachsenden kommunalen Sammelnetzwerks in Deutschland. Das Ziel ist klar: Altspeiseöl nicht als Abfall zu behandeln, sondern als Rohstoff im Kreislauf zu halten.

 

Infoabend rund ums Heizen

Im Rahmen der nächsten öffentlichen Veranstaltung zur Wärmeplanung möchten wir den Schwerpunkt auf nachhaltige Möglichkeiten der individuellen Wärmeversorgung legen.
Neben einem Beitrag unseres Dienstleisters HIC Consulting GmbH, der die Ergebnisse der Bestandsanalyse vorstellt, erwarten Sie ein Vortrag eines Energieberaters zum Umgang mit Bestandsheizungen und Fördermöglichkeiten.

Aufgrund begrenzter Platzanzahl ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Bitte melden Sie sich hier an: https://klimawerkstatt-stade.de/infoabend-rund-ums-heizen-2026

Wir freuen uns sehr über Ihre Teilnahme.

Weitere Informationen zur Wärmeplanung finden Sie unter folgendem Link: https://www.klimaschutz-altesland-horneburg.de/waermeplanung/

 

Erste öffentliche Veranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung in der Klimaschutzregion

 

Am 15.01.2026 fand unsere erste öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Wärmeplanung statt. In der Aula der Oberschule Horneburg informierten wir rund 60 interessierten Bürger*innen über den Ablauf der Wärmeplanung und gaben Einblicke in nachhaltige Heizmöglichkeiten.

Die Folien können Sie hier herunterladen: Präsentation Auftaktveranstaltung Wärmeplanung