Solarberatung im Landkreis Stade startet wieder

Pressemitteilung der Klimawerkstatt

Solarberatung im Landkreis Stade startet wieder

Interesse an Solarstrom weiter hoch

Stade, 18.05.2020: Ab sofort können sich die Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Thema Solarenergie beraten lassen. Ermöglicht wird das durch eine bewährte Kooperation der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Bereits im vergangenen Jahr stieß der „Solar-Check“ auf große Nachfrage: mehr als 100 Beratungen konnten im Landkreis durchgeführt worden.
„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.

„Berater und Hauseigentümer müssen sich beim Vor-Ort-Termin an die Abstands- und Hygieneregeln halten,“ betont Merkel. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch können bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.
„Wir möchten unseren Hauseigentümern diese umfangreiche Beratung nahebringen“, erläutert Nicole Steffen von der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“

Die Beratung erfolgt hersteller-, produkt und –gewerkeneutral. Sie hat einen Wert von 285 Euro. Der Eigenanteil für die Hauseigentümer in Höhe von 30 Euro wird von der Klimawerkstatt im Landkreis Stade e.V. übernommen. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Interesse an Solarstrom wächst bei Hauseigentümern

Vor allem die Stromerzeugung auf dem eigenen Dach hat es den Hauseigentümern angetan. Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu 10-12 Cent pro kWh, das ist deutlich günstiger als der Strombezug mit durchschnittlich 30 Cent pro kWh. Es lohnt sich also möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Durch die Ersparnis von 18 bis 20 Cent pro kWh gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten innerhalb von zehn bis 20 Jahren. Für den nicht selbst genutzten Strom, der ins Netz eingespeist wird, erhalten Hauseigentümer derzeit ca. 9 Cent pro kWh.

2019 Zuwachs auf den Dächern

Unter diesen positiven Voraussetzungen wurden 2019 deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. Nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen wurden im Landkreis Stade im vergangenen Jahr rund 8,5 MW Leistung neu installiert. Insgesamt verfügt der Landkreis derzeit über rund 87 MW installierter Leistung an Solarstrom.
Anmeldungen für den Solar-Check nimmt die Verbraucherzentrale Niedersachsen telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800-809802400 oder per Mail an info@klimawerkstatt-stade.de entgegen.

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